Einkaufen geht nun auch ohne Negativtest

Bei der Gastronomie entfällt die 50-Meter-Verzehrverbot-Regel

Rietberg. Überraschend und auch erfreulicherweise hat das Land NRW eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht, die am Freitag 28. Mai, in Kraft getreten ist. Damit konnten weitere Lockerungen umgesetzt werden, die sich allerdings weiterhin nach den aktuellen Inzidenzwerten richten. Neu sind die drei Inzidenzstufen: die Inzidenzstufe 1 bezieht sich auf eine 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35, die Inzidenzstufe 2 auf eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 50, die Inzidenzstufe 3 auf eine 7-Tage-Inzidenz über 50 (bis 100). Am Mittwoch, 2. Juni, liegt die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Gütersloh laut Robert-Koch-Institut bei 64,7. Es gelten also im Moment die Richtlinien für die Inzidenzstufe 3.

Aus der neuen Verordnung ergab sich kurzfristig eine wesentliche Lockerung für den Einzelhandel: Die Kunden müssen keinen negativen Corona-Test zum Einkaufen mehr vorlegen, auch eine Terminabsprache ist nicht mehr notwendig. Pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich ein Kunde im Laden aufhalten.

Diese Vorgabe ändert sich, wenn die Inzidenz weiter sinkt und unter 50 fällt, dann darf sich pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde im Laden aufhalten.

Mit Blick auf die Gastronomie entfällt das 50-Meter-Umkreis-Verzehrverbot. Weiterhin gilt, dass aktuell nur die Außengastronomie geöffnet werden darf. Gäste müssen einen aktuellen Negativtest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, von Corona genesen oder vollständig geimpft sein. Den Gästen muss ein Sitzplatz und an den Theken oder Stehtischen ein Stehplatz zugewiesen werden. Alle Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 darf die Außengastronomie Gäste ohne Test bewirten. Die Innengastronomie darf dann mit Test- und Platzpflicht öffnen. Erst, wenn die Inzidenzstufe 1 erreicht ist, dürfen die Innenräume auch ohne Negativtest genutzt werden.

Ein Hinweis noch in Bezug auf das Handwerk und Dienstleistungsgewerbe, insbesondere für Friseurleistungen, Kosmetik, Fußpflege, Nagelstudios etc.: Wenn der Kunde dauerhaft eine Maske tragen kann, muss auch hier kein Negativtest vorliegen. Wenn die Maske nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen der Kunde und derjenige, der die Dienstleistungen ausführt, einen Negativtest vorweisen. Die Daten der Kunden müssen in jedem Fall erfasst werden.